Europaschule Schulzentrum SII Utbremen kooperiert mit Shanghai/China

 

 

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Schülerinnen und Schüler der Europaschule Schulzentrum SII Utbremen profitieren zukünftig von Kooperationsvertrag mit Shanghai/China

Wer Schülerin oder Schüler der Europaschule Schulzentrum SII Utbremen ist, für den ist Internationalisierung schon lange kein Fremdwort mehr. Seit vielen Jahren erleben Schülerinnen und Schüler in Form von Schüleraustauschen, Auslandspraktika, oder auch in gemeinsamen internationalen Projekten, was es heißt, auf ein breites Spektrum an internationalen Möglichkeiten zurückgreifen zu können. Demzufolge stehen Schüleraufenthalte in Frankreich, Spanien, England oder vielen weiteren europäisch geprägten Zielen praktisch auf dem Tagesprogramm der Lernenden.

Dem Motto getreu „der Zukunft entgegen“ machte sich im Herbst 2018 eine Delegation der Europaschule Utbremen auf den Weg nach Shanghai in China. Ziel der achtköpfigen Reisegruppe bestehend aus Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der Europaschule
war es, die bereits existierenden Möglichkeiten um ein neues Abenteuer zu erweitern.

Als Krönung der Reise stand dabei die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Shanghai I&C Foreign Languages School und der Europaschule SZ SII Utbremen im Mittelpunkt. Die Zeremonie der Unterschriften war der zentrale Bestandteil einer Messe vor Ort, in der die Schulleiterin der I&C Foreign Languages School in Shanghai, Frau Gao Guoxing, und der Direktor der Europaschule, Herr Tobias Weigelt, ihre Kooperation besiegelten. Im Rahmen der Partnerschaft kommt es zukünftig zu Austauschprogrammen für Besuche von Schülern und Lehrkräften und Kooperationen im Rahmen der fachpraktischen kaufmännischen Ausbildung in Übungsfirmen.

Die vielen Gemeinsamkeiten beider Partnerschulen, wie zum Beispiel die zahlreichen internationalen Aktivitäten, ein Schwerpunkt im Bereich kaufmännischer Ausbildung und Fremdsprachen sowie die fachpraktische kaufmännische Ausbildung in Übungsfirmen, machte eine Partnerschaft quasi unausweichlich.

Eine Vermittlung von kaufmännischer Praxis mithilfe von Übungsfirmen, ist dabei auch in China ein zunehmend interessantes Modell in der Ausbildung angehender Kaufleute. An der Europaschule SZ SII Utbremen findet seit vielen Jahren der zentrale Teil der fachpraktischen kaufmännischen Ausbildung in Übungsfirmen statt. Diese sind virtuelle Unternehmen, die in der kaufmännischen Aus- und Weiterbildung zum Einsatz kommen. Sie handeln unter Echtbedingungen mit den ca. 600 Übungsfirmen in Deutschland und den ca. 7.000 Firmen weltweit.

Durch eine Gastdozententätigkeit in Shanghai hat Nils Peschke von der Europaschule die vielen Gemeinsamkeiten der beiden Schulen aufgespürt und die Kontakte hergestellt, die nun in einer Kooperationsvereinbarung mündeten. Dass dies ganz im Zeichen der Kultusministerkonferenz (KMK) steht, war ein zusätzlicher Antrieb dieses Projektes. Gerade in der beruflichen Bildung werden Deutschland und China in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Das sieht eine gemeinsame Absichtserklärung vor, die im Juli dieses Jahres in Berlin unterzeichnetet wurde. Beide Seiten verpflichteten sich gegenseitig über strukturelle und inhaltliche Entwicklungsperspektiven beruflicher Bildung auszutauschen und gemeinsame Projekte und Handlungsansätze zu entwickeln. Die Schwerpunkte dieser Vereinbarung liegen im Erwerb beruflicher Handlungskompetenz sowie der Digitalisierung von Lehr-/Lernprozessen. Außerdem geht es hierbei um Qualifikations-und Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte der beruflichen Schulen. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit auf Schulebene ausbauen und ausweiten sowie den Schüleraustausch zwischen beiden Ländern intensivieren.

In diesem Zusammenhang bettet sich die Kooperation zwischen der Shanghai I&C Foreign Languages School und der Europaschule Utbremen hervorragend in die Bildungspolitik beider Länder ein und zielt dabei bereits auf das Frühjahr 2019. Hier sollen Schülerinnen und Schüler der Europaschule an der I&C im Rahmen eines Übungsfirmen-Projektes die Möglichkeit haben, außergewöhnliche Erfahrungen in Shanghai zu sammeln. Anschließend soll ein Besuch der chinesischen Partnerschule in Bremen stattfinden. Die Festigung und Intensivierung der Partnerschaft erfordert auch zukünftig begeisterungsfähige Schülerinnen und Schülern, die sich in diesem Projekt selbst verwirklichen wollen.